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Sünde oder nicht: Sachsen streitet über schwule Pfarrer Drucken E-Mail
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Dienstag, den 31. Januar 2012 um 10:43 Uhr

Ein Gemeindepfarrer muss mit seiner Familie im Pfarrhaus leben. Doch was ist, wenn der Pfarrer homosexuell ist? In Sachsen wurde nach erhitzter Debatte ein Kompromiss gefunden. Aber es gibt Widerstand.

Leipzig. Pfarrerin Ulrike Franke blickt zuversichtlich nach vorn. Vor einer Woche hat die Leitung der evangelischen Kirche in Sachsen beschlossen, homosexuellen Pfarrern ein Leben mit ihren Partnern im Pfarrhaus zu gestatten - wie in anderen Landeskirchen schon länger üblich. Franke führt seit vielen Jahren eine glückliche Beziehung mit einer Frau. Momentan arbeitet sie als Krankenhausseelsorgerin in Leipzig, „aus gutem Grund“, wie sie sagt. Denn das Thema homosexuelle Pfarrer ist bislang heikel gewesen - und ist es im konservativen Sachsen noch immer. Es regt sich heftiger Widerstand. Unterschriften werden gesammelt, um schwule oder lesbische Paare im Pfarrhaus doch noch zu verhindern.

Der Hort des Widerstandes ist Markersbach im Erzgebirge. Dort wurde die „Markersbacher Erklärung“ aufgesetzt - ein inständiger Appell an die Kirchenleitung und die Synode, an einer Festlegung aus dem Jahr 2001 festzuhalten, dass „eine homosexuelle Beziehung nicht im Pfarrhaus gelebt“ wird. Ehe und Familie sollen das Leitbild des Zusammenlebens von Mann und Frau sein, Homosexualität sei Sünde. „Es ist unser spezieller Auftrag, das Leitbild von Ehe und Familie zu leben, das ist uns vorgegeben von Gott“, sagt der Markersbacher Pfarrer Gaston Nogrady. Keinesfalls gehe es um eine Diskriminierung von Lesben und Schwulen.

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Homosexuellen-Mahnmal wird erneuert Drucken E-Mail
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Montag, den 23. Januar 2012 um 10:07 Uhr

Berlin. Das umstrittene Video mit einem sich küssenden Männerpaar am Homosexuellen-Mahnmal in Berlin wird ausgetauscht. Künftig zeigt der Film zur Verfolgung während der NS-Zeit nicht nur zwei Männer beim Kuss, sondern verschiedene gleichgeschlechtliche Paare, auch Frauen. Das Mahnmal am Berliner Tiergarten erinnert an die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. In dem Steinblock wird seit der Einweihung im Mai 2008 in einer Endlosschleife das Video mit der männlichen Kussszene gezeigt. Küsse zwischen Männern waren in der NS-Zeit strafbar. Frauenrechtlerinnen hatten den Film schon vor der Eröffnung als einseitig kritisiert, weil er die weiblichen Opfer ausschließe. Lesbische Liebe, so das Gegenargument, sei in der NS-Zeit zwar verpönt gewesen, nicht aber verfolgt worden. Da das Mahnmal aber die Aufgabe habe, auch Zeichen gegen aktuelle Diskriminierung zu setzen, wurde das Konzept nun geändert, betonte der Lesben- und Schwulenverband. (dpa)

Quelle: Sächsische Zeitung vom 23.01.2012

 
Weihnachtsgrüße Drucken E-Mail
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Freitag, den 23. Dezember 2011 um 11:15 Uhr

Das gesamte Schwubs - Team wünscht Dir und Deinen Lieben für die kommenden Weihnachtstage eine besinnliche und friedvolle Zeit. Lasst uns dankbar auf das zu Ende gehende Jahr zurückblicken, Kraft für die kommenden Aufgaben schöpfen und neue Ziele abstecken. Für das kommende Jahr mögen Euch Gesundheit, Glück und Erfolg begleiten.

Wir freuen uns mit Euch auf die nächste Schwubs-Party am 14.01.2012 ab 21 Uhr im Schleischen Tor in Görlitz. (Lutherstr. 13)

 

Alles Liebe und Gute,

das Team von Schwubs

 
Sächsische Geistliche setzen sich für Rechte Homosexueller ein Drucken E-Mail
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Montag, den 19. Dezember 2011 um 14:16 Uhr

Leipzig. Mehr als 50 Pfarrer aus Sachsen setzen sich für einen anderen Umgang mit homosexuellen Gläubigen und Geistlichen in der sächsischen Landeskirche ein. Sie unterzeichneten einen offenen Brief: „Auch unter Christen – Liebe zum gleichen Geschlecht“.

Die Pfarrer, darunter die Superintendenten Matthias Weismann (Borna) und Martin Henker (Leipzig), nehmen „eine offenkundige Not“ homosexueller Männer und Frauen wahr. Zudem kritisieren sie, dass das Pfarrdienstrecht der Landeskirche schwule und lesbische Geistliche diskriminiere. Die Pfarrer setzen sich dafür ein, dass homosexuelle Geistliche eine eingetragene Partnerschaft eingehen können, ohne dienstrechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen. Auch solle diesen Paaren ein Leben im Pfarrhaus erlaubt sein. Anders als in anderen Landeskirchen sei das Pfarrdienstrecht in Sachsen in diesem Punkt noch nicht erneuert worden.

Die Gegner einer Öffnung der Pfarrhäuser für gleichgeschlechtliche Paare haben eine „Markersbacher Erklärung“ verfasst. Dieser haben sich ebenfalls zahlreiche Kirchgemeinden angeschlossen. (dpa)

Quelle: Sächsische Zeitung vom 19.11.2011

 
 

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