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Montag, den 23. Januar 2012 um 10:07 Uhr |
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Berlin. Das umstrittene Video mit einem sich küssenden Männerpaar am Homosexuellen-Mahnmal in Berlin wird ausgetauscht. Künftig zeigt der Film zur Verfolgung während der NS-Zeit nicht nur zwei Männer beim Kuss, sondern verschiedene gleichgeschlechtliche Paare, auch Frauen. Das Mahnmal am Berliner Tiergarten erinnert an die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. In dem Steinblock wird seit der Einweihung im Mai 2008 in einer Endlosschleife das Video mit der männlichen Kussszene gezeigt. Küsse zwischen Männern waren in der NS-Zeit strafbar. Frauenrechtlerinnen hatten den Film schon vor der Eröffnung als einseitig kritisiert, weil er die weiblichen Opfer ausschließe. Lesbische Liebe, so das Gegenargument, sei in der NS-Zeit zwar verpönt gewesen, nicht aber verfolgt worden. Da das Mahnmal aber die Aufgabe habe, auch Zeichen gegen aktuelle Diskriminierung zu setzen, wurde das Konzept nun geändert, betonte der Lesben- und Schwulenverband. (dpa) |
Quelle: Sächsische Zeitung vom 23.01.2012
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